Samstag, 5. März 2016

Wie motiviere ich mich im Home Office zum Arbeiten?




Wenn man im Home Office arbeitet, hat das natürlich viele Vorteile: Man kann sich seine Zeit selbst einteilen, steht nicht wirklich unter Druck, es schaut einem niemand über die Schulter und keiner sagt einem, was man zu tun oder zu lassen hat. Aber genau das kann uns Freiberuflern auch zum Verhängnis werden. Denn die Motivation, die man zu Beginn der Selbstständigkeit verspürt, hält nicht ewig an. Mal spüren wir sie mehr, mal weniger und mal fehlt von ihr einfach jede Spur. Schön ist es natürlich, wenn wir total motiviert sind, dann läuft alles wie am Schnürchen. Doch auch an Tagen, an denen sich die Motivation so gar nicht blicken lassen will, müssen wir uns irgendwie dazu bewegen, unsere Aufträge abzuarbeiten. Und da kommt Selbstdisziplin ins Spiel!


Mit der Zeit habe ich herausgefunden, mit welchen Tricks ich mich immer wieder zum Schreiben „motivieren“ kann – ganz gleich, ob ich dabei tatsächlich motiviert bin oder nicht – und diese Tipps möchte ich an euch weitergeben!

Wochenplan erstellen


Stellt euch am Ende oder direkt zu Beginn jeder Woche einen konkreten Plan für die anstehende Woche zusammen. Schaut, welche Aufgaben ihr in der kommenden Woche AUF JEDEN FALL erledigen müsst. Sortiert sie nach Dringlichkeit und verteilt alle Aufgaben auf die gesamte Woche. Teilt euch die Aufgaben so ein, dass ihr dabei jeden Tag ein kleines bisschen von dem großen Ganzen schafft, dabei entspannt arbeiten könnt und am Ende der Woche trotzdem alles erledigt ist. Aufgaben, die am wichtigsten sind, werden selbstverständlich zuerst abgearbeitet. Die weniger wichtigen kommen später dran. Ganz wichtig dabei ist, dass euer Plan für euch selbst realistisch und tatsächlich machbar ist. Überlegt euch also, ob ihr das, was ihr euch vorgenommen habt, auch tatsächlich an einem Tag bzw. alle Aufgaben in einer Woche umsetzen könnt. Nur so funktioniert der Plan. Haltet euch dann Tag für Tag strikt an euren Plan und hakt die erledigten Aufgaben am Ende des Tages auf eurer To-Do-Liste ab. Ich verspreche euch, dieses Gefühl wird einfach himmlisch sein! ;)

  • Mit einem Plan habt ihr jede Woche einen genauen Überblick über eure Aufgaben und wisst jeden Tag, was ihr zu tun habt. So könnt ihr viel entspannter an die Arbeit gehen und anschließend euren Feierabend genießen. Das Erledigen der Aufgaben und das Streichen von eurer Liste motivieren euch, weiterzumachen. Anstatt das große Ganze anpacken und alles auf einmal machen zu wollen, setzt ihr euch so viele kleine Ziele, an denen ihr jeden Tag arbeitet, bis ihr am Ende der Woche alles geschafft habt und voll zufrieden seid! Ihr wisst es selbst: Wenn man einen riesigen Berg Arbeit vor sich sieht, ist das alles andere als motivierend. Teilt man den Riesenberg aber in viele kleine Berge auf, an denen man jeden Tag arbeitet, kommt man viel besser voran, es arbeitet sich viel entspannter und man schafft am Ende der Woche den gesamten Berg! Klar kann man den Berg auch vor sich herschieben und dann zum Ende der Woche - wenn der Druck schon viel zu groß wird und man arbeiten MUSS - diesen Berg auch bewältigen, aber auf die andere Art ist es doch einfach viel entspannter und ihr habt so außerdem noch Zeit für viele andere schöne Dinge.

Pausen sind wichtig


Macht zwischen den Aufgaben kurze Pausen. Schaut vielleicht mal KURZ bei Facebook, Instagram und Co. vorbei. Schaltet ein wenig ab, verlasst das Arbeitszimmer, hört ein bisschen Musik, macht einen kleinen Spaziergang, macht den Abwasch oder was sonst noch so Zuhause anfällt. ;) Aber haltet die Pause nicht zu lang, das könnte euch sonst zu sehr aus dem Konzept bringen. Ich denke Pausen zwischen 15 bis 30 Minuten sind optimal. Danach geht es mit frischem Kopf wieder an die Arbeit.

Belohnungen überlegen


Überlegt euch kleine Belohnungen, die ihr euch nach dem Erledigen der Aufgaben gönnt und auf die euch nach der Arbeit ganz besonders freut. Ihr könnt euch zum Beispiel sagen, wenn ich heute mit der Arbeit fertig bin – aber auch erst DANN – kann ich schön entspannen, ein wohltuendes Bad nehmen, ein bisschen wellnessen, meine Lieblingsserie gucken, mein Buch weiterlesen, abends ins Kino gehen, mich mit meinen Freunden treffen, eine Runde in der Stadt bummeln usw. Das können viele Kleinigkeiten sein. Das motiviert einfach ungemein, weil man weiß: Wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, wartet auf mich eine coole Belohnung. Haltet euch unbedingt daran und sagt euch immer wieder: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. ;) Nur so läuft es.

  • Ich sage euch, es wird ein unbeschreiblich schönes Gefühl sein, zu wissen, dass ihr alles Wichtige für heute erledigt habt und nun in vollen Zügen euren wohl verdienten Feierabend genießen könnt. So habt ihr nichts mehr im Hinterkopf und kein schlechtes Gewissen, weil ihr ständig daran denken müsst, dass ihr ja eigentlich noch was machen müsstet. Ihr könnt mit der Arbeit abschließen, komplett abschalten und anschließend zufrieden und mit einem guten Gefühl ins Bett gehen. Haltet euch dieses herrliche Gefühl immer vor Augen! Klar kostet das alles anfangs viel Überwindung, aber wenn ihr das ein paar Mal durchgezogen habt, werdet ihr dieses Gefühl nicht mehr missen und es immer und immer wieder erleben wollen. ;) Das macht euch insgesamt viel entspannter und zufriedener. 

Was dabei auch noch hilft: Legt eure Termine, zum Beispiel fürs Treffen mit Freunden, so, dass ihr bis zu diesem Zeitpunkt unbedingt mit eurer Arbeit fertig werden müsst. Zum Beispiel verabredet ihr euch um 17 Uhr, heißt das ihr müsst bis dahin unbedingt alles schaffen und macht euch so selbst ein wenig Druck, um das auch tatsächlich durchzuziehen.

Morgenrituale schaffen


Und damit ihr morgens leicht und gerne aus dem Bett kommt: Überlegt euch schöne Morgenrituale, auf die ihr euch besonders freut und die ihr jeden Tag vor der Arbeit macht. Bei mir sind es zum Beispiel mein heiß geliebter Kaffee und ein leckeres Frühstück. Ich freue mich jeden Morgen ohne Ende auf meinen Kaffee, stehe in Ruhe auf, mache mir Frühstück und esse erst mal in aller Ruhe, schaue dabei bei Instagram, Facebook und Co. vorbei, lese meine Emails usw. Anschließend lege ich alles beiseite und dann geht es mit dem Texten los.

Auszeit und Urlaub gönnen


Nehmt euch unbedingt immer mal frei. Ihr könnt es so machen, dass ihr die gesamte Woche von Montag bis Freitag komplett durcharbeitet und euch dann am Wochenende freinehmt. Oder, ihr arbeitet am Wochenende, gönnt euch dann aber nach dem Wochenende auf jeden Fall ein paar Tage Auszeit. Ich versuche grundsätzlich in der Woche zu arbeiten und nehme mir dann den Samstag oder zumindest den Sonntag komplett frei, um mal ganz abzuschalten. Manchmal kommt es natürlich vor, dass besonders viel anliegt und ich dann auch mal am WE arbeite. Dann nehme ich mir aber den Montag oder Dienstag unbedingt frei, um abzuschalten. So kann ich neue Energie tanken und bin wieder motiviert. Andernfalls wird man nicht lange durchhalten können. Auch ein paar Tage Urlaub sollte man sich zwischendurch immer mal gönnen. Kreative Pausen tun unendlich gut! Ihr glaubt nicht, wie motiviert ihr danach wieder seid!

Mit der Zeit wird es einfacher!


Wenn ihr diese Tipps befolgt, werdet ihr merken, dass nach einer Weile eine gewisse Routine reinkommt und ihr euch an diesen Tagesablauf gewöhnt. Und woran man sich gewöhnt hat, das geht einem leichter von der Hand. Man empfindet das Ganze als weniger anstrengend und schlimm - einfach, weil man es nicht anders kennt und es zum Tagesablauf dazugehört. Ihr werdet auch sehen, dass es dann immer und immer wieder Tage geben wird, an denen ihr richtig motiviert seid – und dann fällt einem das Arbeiten ja sowieso richtig leicht!

Und im nächsten Artikel verrate ich euch, wie ihr im Home Office produktiv arbeiten könnt!


Habt ihr noch weitere Tipps? Wie motiviert ihr euch zum Arbeiten im Home Office? Was hilft euch ganz besonders? Ich freue mich auf eure Vorschläge und Kommentare!

Bis Bald
Eure Irina 

Bildquelle: Pixabay.com

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